Die Kykladen
Stellen Sie sich eine schattige Terrasse über der Caldera vor, ein Glas Assyrtiko in der Hand, das Abendlicht, das die Kuppeln Santorins vergoldet. Auf den Kykladen beginnt jeder Tag mit dem Duft von wildem Thymian und endet in der Sanftheit einer Dorftaverne. Unsere Wanderreisen laden Sie ein, diesen Archipel in dem Rhythmus auszukosten, der ihm entspricht: dem des Flanierens, der Neugier, der geteilten Freude. Ob Sie eine geführte Reise oder eine Individualreise wählen — jedes Haus mit Charme, jeder Küstenpfad, jeder Teller Mezze wurde ausgesucht, um Ihnen das Beste des insularen Griechenlands zu bieten.

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Warum sich die Kykladen so gut für die Wanderreise eignen
Man denkt bei den Kykladen oft an ihre Strände und Sonnenuntergänge. Doch der wahre Schatz des Archipels verbirgt sich in seinen Kalderimia, jenen marmorgepflasterten Wegen, die die Dörfer seit Jahrhunderten verbinden. Es sind Nebenwege, geschaffen zum Spazieren, nicht zur Leistung: Ein paar Stunden Gehen genügen, um zwei Weiler zu verbinden, vor einer kalkgeweißten Kapelle innezuhalten, einen Ziegenkäse zu kosten, den ein Hirte anbietet.
Auf Sifnos, das als kulinarische Hauptstadt der Kykladen gilt, schlängeln sich die Pfade zwischen handwerklichen Töpfereien und hoch gelegenen Klöstern. Die Insel zählt über hundert Kirchen, ebenso viele beschauliche Halte, bevor man einen Tisch am Meer findet, um das berühmte Revithada zu kosten, einen Kichererbseneintopf, die ganze Nacht im Ofen gegart.
Serifos überrascht Sie mit seinen gestaffelten Oliventerrassen vor dem tiefen Blau der Ägäis. Verborgener, weniger besucht, schenkt es jenes seltene Gefühl, eine Insel für sich zu haben. Milos, mit seinen vom Wind geformten Felsformationen und seinen türkisfarbenen Buchten, entzückt Neugierige und Liebhaber natürlicher Geologie.
Weiter östlich entfaltet Naxos seine Zitrusgärten und seine Bergdörfer, in denen die Zeit stillzustehen scheint. Amorgos, wild und unberührt, lädt zur Betrachtung vom Kloster Panagia Hozoviotissa ein, das über dem Meer an der Klippe klebt.
Die schönsten Inseln der Kykladen
Der Archipel der Kykladen zählt etwa fünfzig Inseln, davon rund zwanzig bewohnte. Jede hat ihren Charakter, ihr Terroir, ihre Landschaften. Diese lohnen den Umweg besonders.
Santorin ist zweifellos die berühmteste Insel Griechenlands. Seine Caldera, Überrest eines Vulkanausbruchs vor 3 600 Jahren, zeichnet ein Panorama von überwältigender Schönheit. Die Dörfer Fira und Oia, an die Klippe geklammert, bieten jene Sonnenuntergänge, die die ganze Welt kennt. Doch Santorin birgt viele weitere Schätze: die Assyrtiko-Weinberge, in Körben dicht über dem Vulkanboden gezogen, die archäologische Stätte Akrotiri (das griechische Pompeji genannt), die schwarzen Sandstrände von Kamari. Die Insel eignet sich wunderbar zum Spazieren, zwischen Kammpfaden und Weinterrassen.
Sifnos ist die kulinarische Hauptstadt der Kykladen. Hier ist die Küche eine von Generation zu Generation weitergegebene Lebensart. Die gepflasterten Pfade der Insel verbinden Dörfer mit makellosen Fassaden, abgelegene Klöster und Töpferwerkstätten, in denen der örtliche Ton unter den Händen der Handwerker Form annimmt. Das Revithada, ein die ganze Nacht im Holzofen gegarter Kichererbseneintopf, ist ein Muss. Sifnos besticht durch diese seltene Verbindung aus kulinarischem Erbe, dörflicher Ursprünglichkeit und sanften Wanderwegen.
Naxos ist die größte und grünste der Kykladen. Der Berg Zas, höchster Punkt des Archipels (1 004 m), überragt fruchtbare Täler voller Oliven- und Zitrusbäume. Bergdörfer wie Halki, Filoti und Apiranthos bewahren eine Atmosphäre des tiefen Griechenlands, fern des Badetrubels. Man kostet dort lokale Käse, besucht venezianische Türme, verliert sich in blumengeschmückten Gassen. Naxos ist die ideale Insel für Reisende, die Gehen in der Höhe und Bäder an langen Feinsandstränden verbinden möchten.
Milos fasziniert durch seine fast außerirdischen Landschaften. Die weißen Klippen von Sarakiniko, von Wind und Wellen geformt, erinnern an eine Mondkulisse. Die Meeresgrotten von Kleftiko, nur vom Meer aus zugänglich, zählen zu den spektakulärsten Orten des Mittelmeers. Die Insel besitzt auch eine reiche Bergbauvergangenheit und farbige Fischerdörfer — die Syrmata —, in denen die Boote in unmittelbar in den Fels gehauenen Garagen ruhen. Milos bietet einen völligen Tapetenwechsel, zwischen faszinierender Geologie und verborgenen Buchten.
Serifos bleibt eine der geheimsten Inseln des Archipels. Seine Chora, auf einem Hügel thronend, gilt als eines der schönsten Dörfer der Kykladen. Die Pfade durchqueren Oliventerrassen und folgen alten Minen, die von der industriellen Vergangenheit der Insel zeugen. Hier keine Menge, kein Lärm: nur der Gesang der Zikaden, das tiefe Blau der Ägäis und jene Gelassenheit, die den ganzen Charme der Kykladen abseits der ausgetretenen Pfade ausmacht.
Amorgos hat die Welt durch den Film Im Rausch der Tiefe von Luc Besson erobert. Die Insel bleibt diesem Bild vom Ende der Welt treu, wild und unberührt. Das Kloster Panagia Hozoviotissa, an eine schwindelerregende Klippe über dem Meer geklammert, ist eines der eindrucksvollsten Bauwerke ganz Griechenlands. Die Wanderwege durchqueren karge und großartige Landschaften, durchsetzt von einsamen Kapellen und türkisfarbenen Buchten.
Paros bietet ein vollkommenes Gleichgewicht zwischen Lebendigkeit und Ursprünglichkeit. Der Hafen von Naoussa, mit seinen gepflasterten Gassen und seinen Restaurants direkt am Wasser, ist einer der reizvollsten des Archipels. Die Dörfer im Inneren, wie Lefkes und Marpissa, bewahren eine friedliche Atmosphäre. Paros ist auch ein idealer Ausgangspunkt fürs Inselhüpfen: Die Fährverbindungen sind zahlreich, und die Nachbarinsel Antiparos lohnt einen Tagesausflug.
Wie man auf die Kykladen gelangt
Die Reise zu den Kykladen beginnt fast immer in Athen. Aus Mitteleuropa verbinden täglich mehrere Flüge die griechische Hauptstadt. In der Saison bedienen einige Direktverbindungen Santorin, Mykonos oder Naxos, doch der Weg über Athen bleibt der flexibelste, um einen maßgeschneiderten Reiseverlauf zu gestalten.
Vom Piräus, dem großen Hafen Athens, fahren die Fähren täglich in den gesamten Archipel. Die Dauer variiert je nach Insel und Schiffstyp. Für Sifnos rechnen Sie mit etwa fünf Stunden auf der klassischen Fähre (Blue Star Ferries) oder zwei Stunden dreißig im Speedboat (SeaJets, Aegean Speed Lines). Naxos liegt vier Stunden mit der klassischen Fähre entfernt, zwei Stunden mit dem Schnellkatamaran. Santorin verlangt etwas mehr Geduld: rund acht Stunden auf der klassischen Linie, fünf Stunden im Schnellboot. Die langsamere klassische Fähre bietet den Vorteil geräumiger Außendecks und einer sanften Ankunft, mit Zeit, den Archipel am Horizont entstehen zu sehen.
Die Verbindungen zwischen den Inseln sind in der Saison (April bis Oktober) häufig, was es erlaubt, zwei oder drei Inseln in einer Reise zu verbinden. Blue Star Ferries bedient die großen Linien regelmäßig, während SeaJets und andere Schnellreedereien das Angebot ergänzen. Ein klassischer Verlauf könnte Sifnos und Serifos verbinden (eine Stunde Überfahrt) oder Naxos und Amorgos (etwa zwei Stunden).
Bei Kelifos organisieren wir sämtliche Transfers: Fährtickets, Empfang am Flughafen, Shuttles zum Hafen. Sie müssen nur Ihren Koffer abstellen und die Überfahrt genießen. Unsere Berater kennen die Fahrpläne, die besten Reedereien und die angenehmsten Kombinationen, um Ihren Inselverlauf zu komponieren.
Was man auf den Kykladen jenseits des Gehens unternimmt
Die Kykladen sind ein Raum der Auszeit, der weit über die Wanderwege hinausgeht. Der Archipel birgt kulturelle, kulinarische und natürliche Schätze, die jeden Reisetag bereichern.
Kultur und Erbe. Die Insel Delos, UNESCO-Welterbe, ist eine der bedeutendsten archäologischen Stätten des Mittelmeers. Dieses antike Heiligtum, mythologische Wiege Apollons, besucht man auf einem Halbtagesausflug von Mykonos oder Naxos aus. Auf Santorin offenbart die Stätte Akrotiri eine unter Vulkanasche begrabene minoische Stadt mit Fresken von bemerkenswerter Feinheit. Jede Insel hat auch ihr kleines Museum, ihre byzantinischen Kapellen, ihre venezianischen Überreste: Das Erbe der Kykladen entdeckt man bei jedem Spaziergang.
Aromen und Terroir. Die kykladische Küche ist eine ständige Einladung. Auf Sifnos ist die Küchentradition so reich, dass ihr jeden September ein ganzes Festival gewidmet ist. Die lokalen Käse — der pikante Kopanisti, die cremige Xinomyzithra — begleiten jede Mahlzeit. Die vulkanischen Weinberge Santorins bringen trockene Weißweine von einzigartiger Mineralität hervor. Der Oktopus, auf den Terrassen der Tavernen in der Sonne getrocknet und dann über der Glut gegrillt, ist auf jeder Insel ein Ritual. Die Kapern Santorins, der Thymianhonig von Serifos, die getrockneten Feigen von Amorgos: Jedes Aroma erzählt von einem Terroir.
Strände und kristallklares Wasser. Die Kykladen bieten eine bemerkenswerte Vielfalt an Stränden. Die weißen Felsen von Sarakiniko auf Milos, die per Boot erreichbaren Meeresgrotten von Kleftiko, der lange Sandstrand von Plaka auf Naxos: Jede Insel hält ihre Überraschungen bereit. Das kristallklare Wasser lädt zum Schnorcheln ein, ohne ausgefeilte Ausrüstung, nur eine Maske und die Freude, über felsigen Gründen voller bunter Fische zu gleiten.
Örtliches Handwerk. Die Kykladen pflegen altes Können. Auf Sifnos formen die Töpfer den Ton seit der Antike, und ihre Werkstätten stehen neugierigen Besuchern offen. Auf Naxos verarbeiten die Goldschmiede Gold und Silber nach jahrtausendealten kykladischen Motiven. Ein handgefertigtes Stück mitzunehmen heißt, die Reise ein wenig zu verlängern und die Ursprünglichkeit dieser Inseln zu unterstützen.
Wann reisen: das Geheimnis der milden Jahreszeiten
Die Kykladen zeigen ihr schönstes Gesicht im Frühling (April–Juni) und im Herbst (September–Oktober). Das sind die Jahreszeiten, die wir für unsere Reisen bevorzugen, und das aus guten Gründen.
Im Frühling bedecken sich die Hügel mit Wildblumen, die Temperaturen bleiben angenehm zum Gehen ohne die Sommerhitze, und die Inseln leben in ihrem natürlichen Rhythmus, fern des sommerlichen Andrangs. Es ist auch die Zeit der Dorffeste, der farbenfrohen Märkte, der ersten Bäder in einem schon lauen Wasser.
Der Herbst bringt ein unvergleichliches Licht, tiefer stehend, goldener, das jedes Panorama in ein Gemälde verwandelt. Das vom Sommer erwärmte Meer lädt nach dem Gehen zu Badepausen ein. Die Tavernen servieren die letzten Feigen, die frischen Kapern, die eben gelesenen Trauben. Das Tempo ist langsamer, inniger: die Lieblingsjahreszeit der Reisenden, die sich Zeit nehmen.
Geführt oder individuell: zwei Arten, den Archipel zu erleben
Unsere geführten Reisen versammeln eine kleine Gruppe genussfreudiger Reisender um eine Reiseleitung, die jede Insel wie ihre Westentasche kennt. Sie öffnet Ihnen die Türen der Handwerkerwerkstätten, führt Sie in die Tavernen, die nur die Einheimischen besuchen, teilt die Geschichten und Legenden jedes durchquerten Ortes. Die Transfers zwischen den Inseln, die Häuser mit Charme, die Mahlzeiten: Alles ist geregelt, damit Sie nur genießen müssen.
Auf einer Individualreise gestalten Sie Ihre Tage nach Lust und Laune. Ein ausführliches Roadbook, in Hotels mit Charakter reservierte Unterkünfte, Ihr Gepäck, das Sie an jeder Etappe erwartet: die Freiheit ohne das Unvorhergesehene. Sie gehen am Morgen, baden am Nachmittag, flanieren abends durch die Gassen. Und wenn ein Dorf Sie mehr bezaubert als ein anderes, hält Sie nichts davon ab, die Rast zu verlängern.
Jenseits des Gehens: die Kykladen mit dem Rad
Wer zwei Räder bevorzugt, dem bieten unsere Radreisen eine andere Art, die Inseln zu durchqueren. Mit der Option E-Bike werden die Anstiege zu den hoch gelegenen Dörfern eher zum Vergnügen als zur Anstrengung, und die Abfahrten zu den Buchten bieten überwältigende Panoramen. Ein idealer Zugang, um mehr Gelände zu erfassen und dabei jenes sanfte Tempo zu bewahren, das den Charme einer Kelifos-Reise ausmacht.
Das insulare Griechenland jenseits der Kykladen
Die Kykladen sind nur ein Kapitel des griechischen Abenteuers. Auf Kreta treffen spektakuläre Schluchten und Bergplateaus auf eine der reichsten Küchentraditionen des Mittelmeers. Die Ionischen Inseln, grüner, bezaubern durch ihre Zypressenwälder, ihre venezianischen Dörfer und ihre Gewässer von fast unwirklichem Blau. Jeder Archipel hat seine Persönlichkeit, sein Terroir, seine Aromen. Unsere Berater, feine Kenner Griechenlands, helfen Ihnen, die Insel zu finden, die Ihnen entspricht.
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